Bauen im Bestand / Abriss und Neubau:

Baulückenschließung in der Bitburger Altstadt - klein aber selbstbewusst

Baulückenschließung Schönecker (2001) - 54634 BitburgBaulückenschließung Schönecker (2001) - 54634 BitburgBaulückenschließung Schönecker (2001) - 54634 BitburgBaulückenschließung Schönecker (2001) - 54634 BitburgBaulückenschließung Schönecker (2001) - 54634 BitburgBaulückenschließung Schönecker (2001) - 54634 BitburgBaulückenschließung Schönecker (2001) - 54634 Bitburg

Auf dem sehr schmalen Grundstück, mit einem eingeschossigen Altbau, im direkten Anschluss an die römische Kastellmauer in der Bitburger Altstadt, sollte ein Wohnhaus mit zwei getrennten Wohnungen neu entstehen. Die Abmessungen mit einer Breite von lediglich 5,20 Metern und einer Länge von 12,50 Metern stellten neben den Vorgaben der Stadt Bitburg durch das förmlich festgelegte Sanierungsgebiet eine Herausforderung dar.
Der Bestand wurde vollständig abgerissen um dem Neubau Platz zu machen. Im Erdgeschoss befindet sich jetzt eine offene Appartementwohnung, die als Ferienwohnung genutzt wird. Eine intime, kleine Terrasse an der Rückseite des Gebäudes steigert den Wohnwert, besonders durch die Terrassenbegrenzung, die durch die zum Teil rekonstruierte römische Kastellmauer gebildet wird.


Im Ober- und Dachgeschoss ist die zweite, größere Wohnung untergebracht. Sie gliedert sich in einen offenen Wohn-und Essbereich mit Kochecke. Der Balkon bietet einen freien Blick über die historische Stadtmauer. Im Dachgeschoss befinden sich Schlaf- und Arbeitsbereich mit einem Badezimmer.
Das neue Haus fügt sich in Bezug auf seine Höhe, die Anzahl der Geschosse und die Dachneigung in die vorhandene Bebauung harmonisch ein. Die Fassadengliederung, als Lochfassade mit stehenden Fensterformaten gestaltet, an der Rückseite mit Blick in einen städtischen Freibereich als bodentiefe Terrassen- beziehungsweise Balkonfenster, nimmt typische Elemente der Fassadengestaltung der Eifel auf.


Die Straßenfassade ist bewusst anders gestaltet. Sie füge sich zwar ein, jedoch nicht unter, so der Architekt Martin Jutz. Ein modernes, selbstbewusstes, aber nicht aufdringliches Fassadenelement, das alle Geschosse des Gebäudes miteinander verbinde, sowie der bewusst abgesetzte und mit Zinkstehfalz verkleidete Drempelbereich, lasse deutlich die heutige Entstehungszeit erkennen und verleihe dem Haus einen innerstädtischen Charakter. Die Hausrückseite ducke sich hingegen förmlich hinter die mächtige römische Kastellmauer und unterstreiche somit die geschichtliche Bedeutung des antiken Bauwerkes, erklärt Jutz seine Gestaltung.

Bauherrin: Anja Schönecker, Bitburg

Architekt: Dipl.-Ing.(FH) Martin Jutz, Metterich

Die Veröffentlichung in den Kreis-Nachrichten des Eifelkreises Bitburg-Prüm:

pdfBaulückenschließung_Schönecker_Bitburg.pdf