Trierer Einhaus – Regionale Verbreitung

   

Verbreitung Hausform

Kartenauszug aus:
Justinus Bendermacher,
„Dorfformen in Rheinland-Pfalz“, 1971

Herausgeber:
Rheinischer Verein für Denkmalpflege
und Landschaftsschutz, Köln

Justinus Bendermacher hat sich in vielen Veröffentlichungen u.a. mit unterschiedlichen Hausformen – so auch dem Trierer Quereinhaus - befasst und auch eine räumliche Abgrenzung festgehalten.

Die nachfolgende Beschreibung ist dem Aufsatz von Justinus Bendermacher „Altes Dorf und Städtebau“ im Jahrbuch des Landkreis Bernkastel-Wittlich, 1978, entnommen:

Nach diesen Untersuchungen reichen die Häuser Trierer Art im Norden bis an die Eifelwasserscheide, wobei die jahrhundertelange Zugehörigkeit der Fürstabtei Prüm zu Trier hier wohl mitbestimmend war.

Im Westen grenzt das Trierer Quereinhaus an die ländlich-volkstümliche Bauform des Lothringer Hauses, welches durch einen breiten Giebel und ein deutlich flacheres Dach gekennzeichnet ist. Diese Form reicht von Hohen Venn und den Ardennen im Norden, über das Quellgebiet von Maas und Mosel und die Wasserscheide hinweg bis nach Süden in den französischen und Schweizer Jura, um sich dort allmählich in andere Formen aufzulösen.

Die östliche Grenze ist weniger scharf ausgeprägt. Hier verschneiden sich im Raum Mayen die dortigen kleinen, schmalen, meist mit dem Giebel zur Straße hin angeordneten Häuser mit den breit gelagerten traufständigen Trierer Quereinhäuser.

Im Süden sind die bewegten Territorial– und Konfessionsverhältnisse des Hunsrücks bestimmend und formverändernd zu baulichem Ausdruck gekommen, während das Moseltal selbst noch durchaus dem Trierer Kernraum zuzuordnen ist.
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